Johannes Zacher

  • Abitur
  • Ausbildung zum Gesundheits – und Krankenpfleger
  • Tätigkeit im Operationsbereich
  • Studium der Sozialen Arbeit in Benediktbeuern
  • Theologische Zusatzausbildung in Benediktbeuern
  • Bildungsreferent im Aktionszentrum Benediktbeuern
  • Bachelor of Arts Soziale Arbeit 2015
  • Sozialarbeiter bei der Kolping Akademie
  • Wohnbereichsleiter bei der ASB Casa Vital GmbH
  • Sozialarbeiter in der beruflichen Bildung
  • Seit 2019 Betreiber als Tagesvater von Zacher’s Kinder(t)räume

Astrid Zacher

  • Mittlere Reife und Fachhochschulreife
  • Ausbildung zur staatlich anerkannten Erzieherin
  • Seit 2007 Berufserfahrung im Kindergarten- und Krippenbereich
  • Zusatzqualifikationen: Ausbildung zur SPATZ-Sprachförderkraft, Qualitätsmanagement in Kindertageseinrichtungen
  • Seit 2019 Betreiberin als Tagesmutter von Zacher’s Kinder(t)räume

Weiler Mitteilungen hat bei Zacher’s Kinder(t)räume nachgefragt

Astrid und Johannes Zacher bieten ab  4. Oktober 2021 in Weiler ein neues Kindertagespflege-Programm an. Bei Zachers Kinder(t)räumen können sich Kleinkinder im Alter von 0- 3 Jahren in familiärer Kinderbetreuung individuell entwickeln. Wir haben für Weiler nachgefragt.

Weiler Mitteilungen: Stellen Sie sich bitte kurz vor

Astrid Zacher: Meine Name ist Astrid Zacher und zusammen mit meinem Mann Johannes und unserer Tochter wohnen und arbeiten wir bald hier in Weiler. Mein Mann und ich sind pädagogische Fachkräfte, die sich sehr gut in der Kinderbetreuung auskennen. Ich habe 10 Jahre in einem Kindergarten gearbeitet, bevor wir uns in der Kindertagespflege selbstständig gemacht haben.

Johannes Zacher:       Nach meiner Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger, einem Studium Soziale Arbeit und der anschließenden Arbeit mit Jugendlichen, wollte ich mich beruflich etwas umorientieren. So haben wir uns dann 2019 entschlossen in unserem bisherigen Wohnort Eberbach eine Großtagespflege zu eröffnen.

Weiler Mitteilungen: Warum gerade Kindertagespflege?

Astrid Zacher:  Im Kindergartenbereich ist es inzwischen leider oft so, dass man immer weniger Zeit mit dem Kind verbringt. Der bürokratische Aufwand nimmt sehr viel Zeit in Anspruch und die Kinderbetreuung selbst wird schwieriger auch bedingt durch den Fachkräftemangel. Das fand ich sehr schade. Außerdem war das für meinen Mann und mich eine Gelegenheit zusammen zu arbeiten und so mehr Zeit auch mit unserer Tochter zu verbringen.

Weiler Mitteilungen: Wie kommt es, dass Sie nun in Weiler eine Kindertagespflege anbieten?

Astrid Zacher: Die Großmutter meines Mannes hat hier in Weiler ein Haus, das wir zum Mehrgenerationenhaus umbauen konnten und zusätzlich noch im Erdgeschoss Platz für die Kindertagespflege haben. Für uns ist das ein Glücksfall. Das ist auch für unsere Tochter schön, so hat sie nicht nur uns und die Urgroßmutter um sich, sondern auch noch viele Spielkameraden. Und wir verbringen mehr Zeit zusammen in der Familie.

Weiler Mitteilungen: Wie sieht denn so ein Tag bei Zachers Kinder(t)räumen aus?

Astrid Zacher: Die Kinder kommen gegen 6:30 Uhr. Mein Mann bereitet schon das Essen vor, wenn die ersten Kinder eintreffen, dann wird  gefrühstückt. Die Kinder dürfen gleich mithelfen und werden so in unseren Familienalltag mit integriert. Sie können beim Kochen helfen, den Tisch decken oder auch mal die Spülmaschine einräumen. In unserem  Garten haben wir die Möglichkeit gemeinsam eigenes Obst und Gemüse anzubauen, das wir wieder fürs Essen verwenden können. Zwischendurch sollen sich die Kinder immer wieder frei entfalten und spielen. Nach einem gemeinsamen Vesper bieten wir aber auch kreative und spielerische Angebote. Da wir sehr naturverbunden sind gehen wir gern spazieren, was um Weiler ja toll ist. Zum Mittagessen gibt es selbst Gekochtes, wobei wir auf ausgewogene, gesunde und regionale Ernährung achten. Nach dem Mittagsschlaf im extra Schlafraum dürfen die Kinder frei spielen im Garten oder im kindgerechten Spielzimmer. Um 16 Uhr werden die Kinder abgeholt.

Zusätzlich zur Tagespflege können wir uns sogar noch Schulkindbetreuung frühmorgens oder am Nachmittag vorstellen.

Johannes Zacher: Wichtig ist uns, dass sich die Kinder frei bewegen können und trotzdem sicher sind. Deshalb arbeiten wir auch eng mit dem Jugendamt und dem Tagesmütterverein zusammen, die alle Räume auf mögliche Gefahrenquellen geprüft haben. Der Gartenbereich ist eingezäunt und vom Haus sehr gut einsehbar.

Weiler Mitteilungen: Ihr pädagogischer Ansatz ist sehr kindorientiert, wie setzen Sie das um?

Johannes Zacher:  Wir möchten die Kinder dort abzuholen, wo sie in ihrer Entwicklung stehen, eine harmonische und geborgene Atmosphäre schaffen, in der sich ihre Persönlichkeiten frei entfalten können und die Eltern ihre Kinder tagsüber gut umsorgt wissen. Wir beobachten jedes Kind sehr genau und orientieren uns an seinen momentanen Bedürfnissen und Gegebenheiten.

Astrid Zacher: Durch meine Zusatzqualifikation zur SPATZ-Sprachförderkraft gehen wir auch bei der sprachlichen Entwicklung auf die Kinder ein. Wir beobachten und fördern bei Bedarf individuell. Natürlich in Absprache mit den Eltern.

Weiler Mitteilungen: Jetzt noch eine Frage, die natürlich unsere Weiler Eltern interessiert. Nehmen Sie bevorzugt Weiler Kinder auf oder gilt die Devise wer zuerst kommt malt zuerst?

Astrid Zacher: Tatsächlich stellt sich uns diese Frage im Moment gar nicht, da bereits vorwiegend Weiler Kinder angemeldet werden. Sind nicht alle Plätze belegt, füllen wir diese mit anderen Kindern. Aber natürlich liegen uns die Weiler Kinder sehr am Herzen. Schließlich wollen wir hier leben und uns im Dorf integrieren.

Weiler Mitteilungen: Wie sieht es mit freien Plätzen aus?

Johannes Zacher: Wir können 9 Kinder von 0-3 Jahren gleichzeitig betreuen mit einer Mindestbetreuungszeit von 25 Stunden. Diese kann auf bis zu 47,5 Stunden ausgeweitet werden. Oder auch bis zu 15 Kinder, wenn sich zum Beispiel Kinder einen Platz teilen. Wobei es für den Rhythmus des Kindes  besser ist, regelmäßig in die Betreuung zu kommen. Wir haben auch noch Plätze frei.

Weiler Mitteilungen: Sie sagten eben, Sie wollen sich in Weiler integrieren. Wie soll das aussehen?

Astrid Zacher: Gerne möchten wir uns mit dem Weiler Kindergarten austauschen und beispielsweise unsere Ferienzeiten an seine anzupassen. Wir sehen uns nicht als Konkurrenz, sondern als Ergänzung. Wir freuen uns immer, wenn die Kindergartenkinder bei einem Spaziergang an unserem Garten vorbeikommen und Hallo sagt. Zudem feiern auch wir die Jahreskreisfeste wie Ostern, Weihnachten oder auch Fasching und freuen uns, wenn wir hier mit Kirche oder Vereinen etwas kooperieren können.

Weiler Mitteilungen: Möchten Sie zum Schluss noch etwas sagen?

Astrid und Johannes Zacher: Wir freuen uns riesig auf Weiler, hier wohnen und arbeiten zu dürfen. Gerne möchten wir uns auch aktiv im Dorfleben einbringen und viele nette Menschen kennenlernen. Auf unserer Homepage kann man gerne noch etwas mehr über uns erfahren unter www.zachers-kindertäume.de

Das Interview führte Nicole Hillmayr

Wir danken Frau Hillmayr, für die Erstellung des wunderbaren Artikels.